
Vernisssage15.11.2026
17 Uhr
im Hotel Krokodil
Heidelberg
Momenete, in denen die eigene Welt still steht und ein Same neuer Freiheit in das alte Funktionieren fällt. Lebendigkeit, die sich aus der Tiefe zurück an die Oberfläche wühlt und wieder Licht sieht. Solche Werke habe ich für LIGHT UP Moments ausgesucht.

LIGHT UP moments
im Hotel krokodil
In Heidelberg sind vom 15.11.-31.12.2026 einige meiner Werke neben denen 5 weiteren KünstlerInnen zu sehen.
Hier unten findest du meinen Ausstellungskatalog.

Kraft in mir
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"Alles, was mich gezeichnet hat, hat mich letztlich stark gemacht.“ – Inspiriert von den kraftvollen Zeilen eines modernen Musikprojekts.
Dieses weitläufige, tief geschichtete Meeres- und Farberlebnis ist das Protokoll einer radikalen Entscheidung: dem Moment, in dem das bloße Funktionieren aufhört und der Entschluss reift, bedingungslos für sich selbst einzustehen. Unser Körper speichert jede Erfahrung, jeden Widerstand und jeden Sturm. Doch dieses Bild zeigt, dass aus den tiefsten, dunkelsten Tiefen des Blaus und Türkis eine unbändige, eigene Stärke erwächst.
Während der feine, weiße Schriftzug den Blick lenkt, brechen an den Rändern eruptive, leuchtend pinke Linien aus. Sie sind das visuelle Ausrufezeichen eines Befreiungsaktes – das Herausschaffen von Altem, um Platz zu machen für die eigene, ungezähmte Lebendigkeit.
2026; 40 x 125 cm; Acryl auf Holzboard
720,00 €

suchen und fragen
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"Am Ende der Suche und der Frage nach Gott steht keine Antwort, sondern eine Umarmung.“ – Hilde Domin.
Als Pfarrerin und Seelsorgerin begegne ich täglich Menschen, die nach dem Warum suchen – im Schmerz, in der Krankheit, im Zweifel. Und ich ahne: Es gibt im Glauben keine rationalen Beweise, keine Garantien, dass das Leben als Christ plötzlich leicht wird. Doch statt fertiger Antworten biete ich Raum für das Suchen. Für mich ist Gottes Antwort im Leid keine rationale Erklärung, sondern das Mitleiden an der Seite von uns Menschen – die bedingungslose Zusage, in der Dunkelheit niemals allein zu sein. Das ist der wahre Segen.
Dieses Werk ist die visuelle Übersetzung dieser tröstenden Wahrheit. Vor einem weiten, lichten Hintergrund fließen sanfte Türkis- und Blautöne ineinander. Während filigrane Linien von der Unruhe der menschlichen Suche erzählen, bricht links oben eine eruptive, neongelbe Lichtquelle hervor. Die handschriftlichen Zeilen am unteren Rand laden dazu ein, das zermürbende Grübeln loszulassen: Am Ende des Weges wartet kein starres Dogma, sondern die heilsame, liebevolle Umarmung des Lebens.
2025; 50 x 70 cm; Acryl auf Leinwand in weißem Schattenfügenrahmen
530,00 €

Meglio aggiungere vita ai giorni
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"Meglio aggiungere vita ai giorni, che non giorni alla vita.“ (Es ist besser, den Tagen Leben zu geben, als dem Leben Tage.) – Rita Levi-Montalcini.
Dieses Werk trägt die wohl tiefste Lebensphilosophie der gesamten Ausstellung. Als Pfarrerin und Seelsorgerin im Hospiz Agape in Wiesloch werde ich täglich mit unserer Vergänglichkeit konfrontiert – besonders intensiv in den vergangenen Sommermonaten, als Menschen in meinem direkten Altersumfeld viel zu früh verstarben. Das offizielle Motto des Hospizes, „Der Zeit mehr Leben geben“, begegnete mir in einem tiefen Gespräch im Sommer im Gewand der italienischen Sprache, die ich liebe und lerne.
Aus diesem prägenden Moment heraus entstand das Bild als ein ungezähmtes, leuchtendes Versprechen an mich selbst. Die tiefblaue, organische Silhouette im Zentrum strahlt Ruhe und Tiefe aus, während auf der rechten Seite eine feurige Explosion aus pinken und roten Farbpunkten das pure Leben feiert. Ein visuelles Manifest, das uns daran erinnert, die eigene Zeit im Hier und Jetzt mit bedingungsloser Lebendigkeit, tiefer Freude und einer ganz neuen Qualität zu füllen.
30 x 60 cm, Acryl auf Leinwand in weißem Schattenfugenrahmen
420,00 €

Selbstfürsorgerezept
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"Selbstfürsorge-Rezept für volle Zeiten: Stell dir bitte ganz ehrlich drei Fragen: Musst du das? Willst du das? Und wichtig: Hast du Lust dazu? Und dann steh auch dazu.“
Dieses Werk ist der visuelle Wendepunkt von meiner eigenen Geschichte. Es entstand 2022 und verarbeitet eine extrem schwere Lebensphase von vor einigen Jahren: Nach dem Verlust meiner Eltern, inmitten einer ehelichen Krise und einer 100%igen Berufstätigkeit mit einem kleinen Sohn, erlebte ich eine tiefe depressive Phase. Rettung und Heilung fand ich in zwei Mutter-Kind Kuren auf Borkum – meinem absoluten Seelenort im Haus Sancta Maria. Eine dortige Psychologin schenkte mir dieses „Rezept“, um das ständige, zermürbende „Ich muss noch...“ radikal zu hinterfragen.
Auf dem Holzboard entlädt sich ein wilder, befreiender Tanz aus leuchtendem Türkis, kraftvollem Pink und intensivem Magenta. Durchzogen von feinen Grafikelementen und fließenden Strukturen, bettet sich der Text wie ein therapeutisches Fundament in die Farbe ein. Ein Bild, das als lautstarkes, buntes Manifest im Raum steht und jeden Betrachter einlädt, die Rüstung des Funktionierens abzulegen und die eigene Energie zu schützen.
2022; 60 x 80cm, Acryl und Mixed Media auf Holzboard
600,00 €

eine Ode an das Bauchgefühl
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"Motive kannst du nicht im Kopf finden, denn sie wurzeln im Bauch.“
Wir leben in einer zutiefst verkopften Welt und verlieren dabei oft den Kontakt zu unserem eigenen Körper. Dieses monumentale, vertikale Werk lenkt den Blick bewusst weg vom Verstand und hinab in die Tiefe unserer Intuition. Sprachlich stammt das Wort Motiv vom lateinischen movere (bewegen) ab – es ist das, was uns im Innersten antreibt. Unsere tiefsten Werte und Motive liegen jedoch meist im Unbewussten.
Visuell lasse ich das schwere, rationale Dunkelblau von oben nach unten fließen und sich auflösen. Es bricht auf in ein weites, pulsierendes Türkis und ein lebendiges Neongrün, das die Energie unseres Zentrums widerspiegelt. Inspiriert vom lateinischen intueri (nach innen blicken), ist dieses Bild eine kraftvolle Erinnerung an jene kostbaren Momente, in denen wir die Stimme unseres Bauches nicht nur hören, sondern ihr vertrauen.
2025; 150 x 50 cm; Acryl und Öl auf Holzboard
850,00 €

Tanz dich leicht
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Ein Bild, das im puren Fluss entstanden ist. Der Prozess begann mit der Idee eines Engels – und verwandelte sich in die reine Bewegung des Loslassens.
Unten halten die tiefen, schweren Schichten aus Dunkelblau und Türkis die Verbindung zur Erde. Sie schenken Halt, um im eigenen Inneren anzukommen. Doch nach oben bricht eine eruptive Leichtigkeit aus: Ein wilder, neongelber Schwung tanzt um ein strahlendes Lichtzentrum. Dieses Spiel mit den extremen Distanzen macht die eigene Lebendigkeit spürbar. Es ist eine visuelle Einladung, den Ballast des Alltags für einen Moment komplett zu vergessen und sich einfach in den eigenen Lebensfluss hineinzubegeben.
2026; 50 x 50 cm; Acryl auf Holzboard
440,00 €

One summer
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Manchmal fließt ein Gefühl direkt aus den Ohren durch das Herz auf die Leinwand. Während des Malprozesses ging mir Sarah Connors Song „Living to love you“ nicht aus dem Kopf.
Das Bild ist ein visuelles Eintauchen in diese Emotion: Rechts die Tiefe, die Melancholie, das Dunkelblau – und mittendrin der filigrane, handgeschriebene Text. Doch die Bewegung bricht nach links aus, fließt in helles Türkis, in lebendiges Grün und steigt in lichten Blasen nach oben. Es ist das visuelle Protokoll eines Sommers, der zeigt: Egal wie tief das Dunkel ist, die Sehnsucht nach Liebe und echter Begegnung drängt immer ans Licht.
2026; 40 x 120 cm; Acryl auf Leinwand
700,00 €

End the silence
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"Manchmal muss man über etwas reden, nicht um Mitgefühl oder Hilfe zu bekommen, sondern um seine Macht dadurch zu brechen, dass man seine Wahrheit ans Licht kommen lässt.“ – Karen Salmansohn (bekannt geworden durch Oprah Winfrey).
Dieses Werk ist das visuelle Protokoll eines persönlichen Befreiungsaktes. Ich malte es in einer Phase, in der ich beschloss, ein altes Familiengeheimnis – ein Gespenst, das viel zu lange in meinem Lebens-Keller hauste – ans Licht zu bringen. Um das lähmende Schweigen endgültig zu brechen, ging ich an die Öffentlichkeit und gab ein Video-Interview für "End the silence", einen Verein, der Betroffenen von sexualisierter Gewalt eine unüberhörbare Stimme schenkt.
Aus der weißen Stille des Holzboards explodieren leuchtendes Türkis, kraftvolles Gelb und lebendige Farbspritzer. Sie umrahmen die handschriftlichen Zeilen und das ungezähmte Statement im Vordergrund. Ein Bild, das den Betrachter aufrüttelt und daran erinnert: Sobald wir unsere Wahrheit aussprechen, verliert die Dunkelheit ihre Macht.
2026; 80 x 80 cm; Acryl auf Holzboard
500,00 €

Schrei nach Liebe
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"Jeder Angriff ist ein Schrei nach Liebe.“ – Inspiriert von der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.
Dieses Werk entstand in einer Phase spürbarer persönlicher und familiärer Angriffe. Doch statt mit Gegenwehr antwortet Sandra mit radikalem Verstehen. Geprägt von der tiefen Überzeugung, dass jede menschliche Handlung der – manchmal verzweifelte – Versuch ist, ein inneres Bedürfnis zu erfüllen, verwandelt sie den Schmerz auf der Leinwand.
Eine eruptive Explosion aus feurigem Pink, tiefem Violett und emotionalen Farbspritzern bricht durch die weiße Fläche. Mittendrin steht das geschriebene Statement wie eine Brücke zur Versöhnung. Ein Bild, das die Perspektive radikal dreht: Weg von der Opferrolle, hin zu einer tiefen, befreienden Sanftmut, die dem Angreifer seine Macht nimmt und den eigenen Frieden sichert.
2026; 80 x 80 cm; Acryl auf Holzboard
